Unwort des Jahres 2017: alternative Fakten

Das Unwort des Jahres 2017 heißt „alternative Fakten“. Das gab die aus Sprachwissenschaftlern bestehende Jury heute in Darmstadt bekannt. In der Begründung heißt es:

Die Bezeichnung „alternative Fakten“ ist der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen. […] Der Ausdruck ist seitdem [seit der ersten Verwendung durch die Trump-Präsidentenberaterin Conway in den USA; der Autor] aber auch in Deutschland zum Synonym und Sinnbild für eine der besorgniserregendsten Tendenzen im öffentlichen Sprachgebrauch, vor allem auch in den sozialen Medien, geworden: „Alternative Fakten“ steht für die sich ausbreitende Praxis, den Austausch von Argumenten auf Faktenbasis durch nicht belegbare Behauptungen zu ersetzen, die dann mit einer Bezeichnung wie „alternative Fakten“ als legitim gekennzeichnet werden.

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Fantastische Buchwelten

Library

Zeitgenössische Künstler, die sich in ihrem Werk mit Natur und Landschaft auseinandersetzen, richten ihren Fokus immer wieder auf das Buch und die Schrift als Ausdrucksform. Aus beschriebenen Seiten oder geschnitzten Büchern werden Landschaften komponiert und aus natürlichen Materialien entstehen Buchobjekte.

schreibt das Museum Sinclair-Haus der Altana-Kulturstiftung in Bad Homburg über die Ausstellung „Buchwelten”, die noch bis zum 6. Februar 2018 zu sehen ist.

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Keine Korrektoren mehr

Ja, eindeutig. Und wissen Sie warum? Weil die Medien ihre Schlussredaktionen abgeschafft haben. Nur „Spiegel“, „FAZ“, „Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“ leisten sich noch Korrektoren. Die anderen Verlage vertrauen auf Rechtschreibprogramme. Aber das ist falsch. Sie haben Qualität eingespart, und das verärgert die Leser. Fast alle regen sich über die vielen Druckfehler auf. Bastian Sick auf die Frage, ob der Umgang mit der deutschen Sprache in den Medien schlampiger geworden ist, gelesen bei kressNews vom 5. Juli 2017.

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Grandiose Fotografien von Obdachlosen aus Chicago

Die Menschen mögen obdachlos sein oder in sonstigen prekären Verhältnissen leben, doch das hindert sie nicht daran, sich durch die Fotografie künstlerisch auszudrücken. Jeden Dienstag nach einem Mittagessen (daher der Name After Supper Visions) ziehen sie mit ihren analogen oder digitalen Kameras, die ihnen durch die Catholic Charities der Erzdiozese von Chicago gestellt werden, los, um Chicago abzubilden. Danach werden von allen drei oder vier Bilder für die jährliche Ausstellung ausgewählt. Diese durchweg grandiosen Fotografien von Obdachlosen können Sie über die Website des Projekts After Supper Visions als Druck oder in Form von Karten oder dekorativen Gegenständen kaufen, wobei die Künstler/-innen direkt unterstützt werden. Ein Blick in die Galerien auch früherer Jahrgänge überzeugt: Es handelt sich durchwegs um wirklich grandiose Fotos!

Sehen Sie hier ein kurzes englischsprachiges Video über das Projekt:
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Offline gehen!

Das Jahr ist noch nicht zu Ende und schon schlagen Computer- und Webdesign-Medien die angeblich besten, schönsten, interessantesten oder außergewöhnlichsten Websites der letzten Monate vor. Außergewöhnlich ist das Projekt „Offline Only“ tatsächlich – eine Website, deren Inhalt sich nur öffnet, wenn man der Aufforderung folgt: offline gehen!

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