In der Wortwahl vergriffen: Vergleiche mit der Nazizeit

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Auf Dis­kus­si­ons­sei­ten in den Medien oder in den (sozia­len) Netz­wer­ken tau­chen immer wie­der Ver­glei­che auf, die „Stim­mung machen“ sol­len. Dazu gehö­ren seit einer Weile Ver­glei­che mit der Nazi­zeit. Davon abge­se­hen, dass sich sol­che Ver­glei­che von vorn­her­ein ver­bie­ten soll­ten, tau­gen sie auch nicht.

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Die Sprache unserer Gegenwart

Worte und Begriffe wecken Hoff­nun­gen oder schü­ren Ängste, sie prä­gen poli­ti­sche Dis­kus­sio­nen und unse­ren Umgang mit der Ver­gan­gen­heit. Deutsch­land­funk Kul­tur nimmt die Ver­än­de­run­gen in der Spra­che unse­rer Gegen­wart unter die Lupe und schreibt das Wör­ter­buch der All­tags­spra­che weiter.

So heißt es in der Ankün­di­gung einer Reihe von Deutsch­land­funk Kul­tur über ein Wör­ter­buch der All­tags­spra­che. Wei­ter­le­sen →

Unwort des Jahres 2017: alternative Fakten

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Das Unwort des Jah­res 2017 heißt „alter­na­tive Fak­ten“. Das gab die aus Sprach­wis­sen­schaft­lern bestehende Jury heute in Darm­stadt bekannt. In der Begrün­dung heißt es:

Die Bezeich­nung „alter­na­tive Fak­ten“ ist der ver­schlei­ernde und irre­füh­rende Aus­druck für den Ver­such, Falsch­be­haup­tun­gen als legi­ti­mes Mit­tel der öffent­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung salon­fä­hig zu machen. […] Der Aus­druck ist seit­dem [seit der ers­ten Ver­wen­dung durch die Trump-Prä­si­den­ten­be­ra­te­rin Con­way in den USA; der Autor] aber auch in Deutsch­land zum Syn­onym und Sinn­bild für eine der besorg­nis­er­re­gends­ten Ten­den­zen im öffent­li­chen Sprach­ge­brauch, vor allem auch in den sozia­len Medien, gewor­den: „Alter­na­tive Fak­ten“ steht für die sich aus­brei­tende Pra­xis, den Aus­tausch von Argu­men­ten auf Fak­ten­ba­sis durch nicht beleg­bare Behaup­tun­gen zu erset­zen, die dann mit einer Bezeich­nung wie „alter­na­tive Fak­ten“ als legi­tim gekenn­zeich­net werden.

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Keine Korrektoren mehr

Ja, ein­deu­tig. Und wis­sen Sie warum? Weil die Medien ihre Schluss­re­dak­tio­nen abge­schafft haben. Nur „Spie­gel“, „FAZ“, „Zeit“ und „Süd­deut­sche Zei­tung“ leis­ten sich noch Kor­rek­to­ren. Die ande­ren Ver­lage ver­trauen auf Recht­schreib­pro­gramme. Aber das ist falsch. Sie haben Qua­li­tät ein­ge­spart, und das ver­är­gert die Leser. Fast alle regen sich über die vie­len Druck­feh­ler auf. Bas­tian Sick auf die Frage, ob der Umgang mit der deut­schen Spra­che in den Medien schlam­pi­ger gewor­den ist, gele­sen bei kress­News vom 5. Juli 2017.

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