Ein Beispiel Für Konsequente Großschreibung

Konsequente Großschreibung

Möch­ten Sie Von Einem Kar­rie­re­be­ra­ter Im Hin­blick Auf Ein Vor­stel­lungs­ge­spräch Bera­ten Wer­den, Der Die Kon­se­quente Groß­schrei­bung Anwen­det? Zumin­dest Im Kopf Sei­ner Website? 

Konsequente Großschreibung
Möch­test Du Von Einer Sol­chen Web­site Tipps Zu Dei­nem Nächs­ten Vor­stel­lungs­ge­spräch? (Eige­nes Werk, zum Ver­grö­ßern anklicken)

Über die kon­se­quente Klein­schrei­bung nach dem Bei­spiel vie­ler ande­rer Spra­chen in latei­ni­scher Schrift ist ein­mal dis­ku­tiert wor­den. Doch inzwi­schen ist es still darum gewor­den; die Dis­kus­sion um die geschlech­ter­ge­rechte Spra­che ist in den Vor­der­grund getreten.

Umso erstaun­li­cher, wenn in den Kopf der Start­seite eines Karriere­beraters der fol­gende Text ein­ge­baut ist:

Wie Du In Dei­nem Nächs­ten Vor­stel­lungs­ge­spräch Über­zeugst Und Dei­nen Traum­job Bekommst, Ohne Dich Zu Verstellen.

Das Wort „Ohne“ ist kur­siv aus­ge­zeich­net, statt­des­sen haben wir es hier fett umge­setzt. Aber die kon­se­quente Groß­schrei­bung, das ist doch mal etwas ganz ande­res! Ein Sei­ten­hieb auf die Ver­fech­ter der kon­se­quen­ten Klein­schrei­bung, von denen es immer noch einige gibt, die sie prak­tisch anwen­den? Das Hei­schen nach Aufmerksam­keit? Ein Motto: Ich Bringe Dich Groß Raus?

Wir wis­sen es nicht. Und mögen es eigent­lich auch gar nicht wis­sen. Denn mit einem Anschrei­ben anläss­lich einer Bewer­bung, in dem Sie diese per­ma­nente (und gera­dezu pene­trante) Groß­schrei­bung anwen­den, ste­chen Sie sicher­lich her­vor. Ob zum Guten, das kön­nen Sie sich den­ken. „Ohne Dich Zu Verstellen!“

(Siehe auch den Wiki­pe­dia-Bei­trag über Klein­schrei­bung. Einen Bei­trag über kon­se­quente Groß­schrei­bung konnte ich trotz aller Bemü­hun­gen nicht finden.)

Ronald M. Filkas
Gelernter Schriftsetzer im Handsatz, Studium der Germanistik, zertifiziert abgeschlossene Fortbildungen „Web-Publishing Schwerpunkt DTP“ und Online-Redaktion, langjährige Erfahrungen als Schriftsetzer/ DTP-Fachkraft und als Korrektor und Lektor in Druckereien, Redaktionen und Verlagen. Mehr? Seite „Über mich“!

3 Kommentare

    1. An die kon­se­quente (und für mich auch nicht „pene­trante“!) Klein­schrei­bung könnte ich mich durch­aus gewöh­nen, jeden­falls eher als an die­ses Bei­spiel. Ich habe in mei­nen Noti­zen selbst einige Texte in die­ser Form ver­fasst oder zitiert, aller­dings (fast) alle in den Berei­chen „Lyrik und Prosa“. So habe ich ein­mal einen Traum ver­sucht nach­zu­er­zäh­len, wobei mir die Klein­schrei­bung als ein­zig wahre Mög­lich­keit erschien. Und das zitierte Dada-Gedicht von Hans Arp „Das bezungte Bett“ ent­fal­tet seine Wir­kung auch nur dank der Klein­schrei­bung. Hier noch ein eige­nes Gedicht, das zudem noch ganz ohne Sub­stan­tive (außer im Titel) und damit auch ohne ein groß geschrie­be­nes Wort aus­kommt: „ein kom­men und gehen“.

      Ich würde aller­dings tat­säch­lich nie einen Text nach dem obi­gen Bei­spiel ver­fas­sen, noch nicht ein­mal eine Überschrift!

      Danke für Ihren ers­ten und hof­fent­lich nicht letz­ten Kom­men­tar hier!

      1. Lie­ber Ronald,
        Lyrik ist ein eige­nes Ding und besitzt ein natür­li­ches Recht sui gene­ris. Keine Frage.
        Ich kann die Klein­schrei­bung in All­tags­spra­che akzep­tie­ren, wenn mir der Kon­takt als sol­cher wich­tig ist. Aller­dings nur inner­lich grum­melnd und widerwillig.
        Wir wis­sen aber beide, dass in allzu vie­len Fäl­len die Schrei­bung nicht einer wie auch immer legi­ti­mier­ten Inten­tion folgt, son­dern ein­fach nur gedan­ken­los hin­ge­schlu­dert ist. Die Medien sind voll davon.
        Übri­gens: Wir hat­ten schon ein­mal Kon­takt. Aller­dings hieß meine Web­seite dazu­mal noch anders.
        https://www.mchlksr.de/sprache/korrektur-tut-not/

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