A4 wurde 100 Jahre alt!

Eines der bekann­tes­ten Papier­for­mate der Welt hat Geburts­tag: A4 wurde 100 Jahre alt! Zwei Bei­träge wid­men sich der Ent­wick­lung des Formats. 

A size illustration
Auf­tei­lung eines Bogens der Reihe A. Die For­mate (Klas­sen 1 bis 8, …) erge­ben sich jeweils durch Hal­bie­rung des vor­he­ri­gen For­mats. (Sven über Wiki­me­dia Commons)

Schon seit Lan­gem über­leg­ten Men­schen, wel­ches wohl das geeig­netste Papier­for­mat sein könnte. Seit 100 Jah­ren jedoch exis­tie­ren in Deutsch­land stan­dar­di­sierte Papier­for­mate. Genauer: seit dem 18. August 1922. An die­sem Tag näm­lich ver­öf­fent­lichte das Deut­sche Insti­tut für Nor­mung (DIN e. V.) die Norm DIN 476 „Papier­for­mate“. Vor allem die For­mate A4 und A5 setz­ten hier­bei Stan­dards – sozu­sa­gen „Maß­stäbe“. Zu ver­dan­ken ist dies dem Inge­nieur Wal­ter Porstmann.

Sein Modell basiert auf einer Grund­flä­che von einem Qua­drat­me­ter, was hier dem For­mat A0 (841 × 1189 Mil­li­me­ter) ent­spricht. Hal­bie­ren Sie die­sen in der Mitte, erhal­ten Sie das nächst­klei­nere For­mat A1, nach aber­ma­li­gem Tei­len A2 und so wei­ter. Dabei bleibt das Sei­ten­ver­hält­nis stets gleich! Das ist das bis heute gül­tige Grund­prin­zip. Sie ahnen an die­ser Stelle übri­gens, warum der Qua­drat­me­ter nicht auch qua­dra­tisch, son­dern recht­eckig ist?

A4 wurde 100 Jahre alt!

„A4“ ist auch der hier­zu­lande offi­zi­elle Name; „DIN A4“ ist eher der inter­na­tio­nale Begriff. Inzwi­schen wur­den die Maße auch in der inter­na­tio­na­len Norm DIN EN ISO 216 fest­ge­legt. Auch viele Gegen­stände, vor allem in Büros, fußen auf die­sem For­mat. So wer­den Abla­ge­scha­len, Akten­ord­ner, Klär­sicht­hül­len und selbst Schreib­tisch­schub­la­den, die Tiefe und die Höhe von Schrank­fä­chern und vie­les mehr nach die­sem For­mat aus­ge­rich­tet. Für den Ver­sand sind dann aller­dings die C‑Formate zustän­dig, etwa für einen unge­fal­te­ten A4-Brief das C4-For­mat. Die exakte Größe von A4 beträgt 297 × 210 Millimeter.

Der Bei­trag „Herz­li­chen Glück­wunsch, A4!“ auf Print.devom 15. August 2022 erin­nert an die­ses Jubiläum.

Auch der West­deut­sche Rund­funk (WDR) wid­met sich in sei­ner Reihe „Zeit­Zei­chen“ (sic!) die­sem Datum: „18. August 1922: DIN 476 ‚Papier­for­mate‘ ver­öf­fent­licht“. Er bie­tet noch wei­tere his­to­ri­sche Hintergründe.

Auch wir sagen: herz­li­chen Glückwunsch!

Nicht das einzige Format

Auch wenn A4 als Brief- und Kopier­pa­pier in Büros prak­tisch das Stan­dard­for­mat ist, dort aber auch A3 zuneh­mend Anwen­dung fin­det, han­delt es sich bei den DIN-For­ma­ten nicht um die ein­zi­gen Papier­for­mate! Viele der heute noch ver­wen­de­ten Buch­for­mate sind auf his­to­ri­sche Papier­for­mate zurück­zu­füh­ren. Wer mit US-ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­men zu tun hat, dürfte auch das von Kanada bis Mit­tel­ame­rika ver­wen­dete Let­ter-For­mat (279 × 216 Mili­me­ter) ken­nen. Und falls Sie zu den Men­schen gehö­ren, die gern noch pri­vat Briefe schrei­ben, so bie­ten Ihnen Schreib­wa­ren­lä­den auch beson­dere For­mate mit den hier­für pas­sen­den Brief­um­schlä­gen an. Schrei­ben Sie mal wieder!

Siehe hier auch

Ronald M. Filkas
Gelernter Schriftsetzer im Handsatz, Studium der Germanistik, zertifiziert abgeschlossene Fortbildungen „Web-Publishing Schwerpunkt DTP“ und Online-Redaktion, langjährige Erfahrungen als Schriftsetzer/ DTP-Fachkraft und als Korrektor und Lektor in Druckereien, Redaktionen und Verlagen. Mehr? Seite „Über mich“!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert