Was die Schreibfehler betrifft …

Was die Schreib­feh­ler betrifft, die man­che Ein­falts­pin­sel für ein Kenn­zei­chen mora­li­scher Häss­lich­keit hal­ten: Muss ich Ihnen eigens erklä­ren, dass sie ein gan­zes nai­ves Gedicht der Erin­ne­run­gen und Genüsse erge­ben kön­nen? Der bezau­bernde Alki­bia­des stot­terte so rei­zend, und das Kau­der­welsch der Kind­heit ist gött­lich! Hüten Sie sich also davor, junge Adep­ten der Wol­lust, Ihre Freun­din im Fran­zö­si­schen zu unter­rich­ten – sofern man nicht ihr Fran­zö­sisch­leh­rer sein muss, um ihr Lieb­ha­ber zu wer­den. Charles Bau­de­laire: Aus­wahl tröst­li­cher Maxi­men über die Liebe, in: Wein und Haschisch, Essays

Nicht, dass ich als Kor­rek­tor und Lek­tor, zu des­sen Auf­ga­ben schließ­lich die Besei­ti­gung von Schreib­feh­lern gehört, dem Zitat von Bau­de­laire unbe­dingt zustim­men würde, aber ich fand es den­noch wert, es hier zu veröffentlichen.

Übri­gens: Den Unter­richt im Fran­zö­si­schen und den Leh­rer in die­ser Spra­che kön­nen Sie gern mit den ent­spre­chen­den Tätig­kei­ten in der deut­schen über­set­zen! Das leicht Dop­pel­bö­dige ver­schwin­det dann allerdings …

Siehe (hier) auch

Ronald M. Filkas
Gelernter Schriftsetzer im Handsatz, Studium der Germanistik, zertifiziert abgeschlossene Fortbildungen „Web-Publishing Schwerpunkt DTP“ und Online-Redaktion, langjährige Erfahrungen als Schriftsetzer/ DTP-Fachkraft und als Korrektor und Lektor in Druckereien, Redaktionen und Verlagen. Mehr? Seite „Über mich“!

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