Englische Wörter mit der Endung auf ‑y

Häu­fig bestehen Unklar­hei­ten, wenn wir eng­li­sche Wör­ter mit der Endung auf ‑y ver­wen­den. So etwa bei der Plu­ral­bil­dung: „Hob­bies“ oder „Hob­bys“? Wir klä­ren auf – und machen einen klei­nen Exkurs zum Thema „Whisk(e)y“.

A Glass of Whiskey on the Rocks
Whis­kies oder Whis­kys? (Ben­ja­min Thomp­son über Wiki­me­dia Commons)

Man mag zum Gebrauch aus dem Eng­li­schen stam­men­der Wör­ter ste­hen, wie man will. Tat­sa­che ist jedoch, dass wir viele davon schon längst ins Deut­sche inte­griert haben. Oder wol­len Sie auf faire Ver­hand­lun­gen ver­zich­ten? Auf Ihr Hobby? Fin­den Sie manch­mal nicht jeman­den sexy oder füh­len sich nicht manch­mal groggy? Mögen Sie schot­ti­schen Whisky lie­ber oder iri­schen Whis­key? Um nur einige Bei­spiele zu nennen.

Unklar­hei­ten bestehen jedoch häu­fig bei der Ver­wen­dung aus dem Eng­li­schen stam­men­der Wör­ter, die auf ‑y enden. Wir unter­schei­den hier­bei zwi­schen Sub­stan­ti­ven und Adjektiven.

Englische Wörter mit der Endung auf ‑y

Substantive auf ‑y

Wir ken­nen (und benut­zen!) bereits sehr viele eng­li­sche Wör­ter mit der Endung auf ‑y, so die Sub­stan­tive Baby, City, Dummy, Husky, Lady, Lobby, Party, Story, Whisk(e)y und wei­tere. Im Unter­schied zur Ori­gi­nal­spra­che wird bei der Plu­ral­bil­dung im Deut­schen aus der Endung auf ‑y aber keine auf ‑ies! Wir schrei­ben also nicht „Hob­bies“, wie häu­fig gese­hen, son­dern „Hob­bys“!

Die Aus­nahme: Bei Zita­ten und Zitat­wör­tern bleibt es natür­lich bei dem eng­li­schen Plu­ral mit ‑ies:

Heming­ways „Short Sto­ries“ sind zeit­lose Kurzgeschichten.

Kurzer Exkurs: der Whisk(e)y

Der Whisky resp. Whis­key ist ein aus Getreide (Rog­gen oder Gerste) oder Mais her­ge­stell­ter Trink­brannt­wein. Der Unter­schied zwi­schen bei­den Schreib­wei­sen: In Irland spricht man nur von Whis­key, in den USA über­wie­gend von Whis­key, wobei der Bour­bon (Whis­key) eine (regio­nale) Son­der­form dar­stellt, in Schott­land aus­schließ­lich und andern­orts meist von Whisky. (Mehr hierzu aus dem Archiv von Deutsch­land­funk Kul­tur: „Eine Lange Nacht über Whis­key. Wel­come, Mr. Bar­ley­corn“.)

Aber auch hier blei­ben wir bei der Endung auf ‑ey selbst­ver­ständ­lich wie bei den Whis­kys auch bei den Whiskeys.

Adjektive auf ‑y

Wir ken­nen (und benut­zen!) auch sehr viele Adjek­tive mit der Endung auf ‑y: busy, crazy, easy, funky, groggy, sexy, trendy, tri­cky usw. Wenn wir sie stei­gern, also Ver­gleichs­for­men bil­den, schrei­ben wir hier also nicht „sexier“, son­dern:

Viele fin­den Cathe­rine Deneuve sexyer als Bri­gitte Bardot.

Es sei denn wie auch vor­her, dass es sich um Zitate oder Zitat­wör­ter handelt:

Nur vier Schau­spie­ler wur­den zwei­mal zum „Sexiest Man Alive“ gewählt.

Fazit

Viele Fremd­wör­ter sind längst zu deut­schen Wör­tern gewor­den. So ist die Bezeich­nung des hier vor­her kurz behan­del­ten alko­ho­li­schen Getränks bereits seit dem 18. Jahr­hun­dert aus dem gleich­be­deu­tend eng­li­schen whisky bekannt. Und viele funk­tio­nie­ren so nur im Deut­schen. So kann man etwa die kon­ju­gierte Form „gedown­loa­det“ gram­ma­tisch kor­rekt nur in deut­schen Sät­zen ver­wen­den, nicht aber in eng­li­schen. Ich per­sön­lich bevor­zuge hier aller­dings „her­un­ter­la­den“ bzw. „her­un­ter­ge­la­den“.

Aber Haupt­sa­che, dass Sie den Plu­ral eng­li­scher Wör­ter mit der Endung auf ‑y rich­tig schreiben!

Dar­auf einen Whiskey!

Siehe hier auch

Ronald M. Filkas
Gelernter Schriftsetzer im Handsatz, Studium der Germanistik, zertifiziert abgeschlossene Fortbildungen „Web-Publishing Schwerpunkt DTP“ und Online-Redaktion, langjährige Erfahrungen als Schriftsetzer/ DTP-Fachkraft und als Korrektor und Lektor in Druckereien, Redaktionen und Verlagen. Mehr? Seite „Über mich“!

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