Die schönsten Kinder- und Jugendbücher 2021

Aufgeschlagenes Buch

Da der Autor sich wäh­rend sei­nes Stu­di­ums auch für Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur inter­es­sierte und für Bücher sowieso, möchte er hier auf die schöns­ten Kin­der- und Jugend­bü­cher 2021 hinweisen.

Arbeitskreis JugendliteraturWäh­rend mei­nes Stu­di­ums der Ger­ma­nis­tik hatte ich zwei Schwer­punkte: Neuere deut­sche Lite­ra­tur (ab dem 16. Jahr­hun­dert) sowie Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur. Daher erweckte es natür­lich mein Inter­esse, als ich von der Ver­lei­hung des Deut­schen Jugend­literatur­preises las. Diese Aus­zeich­nung wird jähr­lich vom Arbeits­kreis Jugend­li­te­ra­tur (AKJ) ver­lie­hen, gestif­tet wird er vom Bundes­ministerium für Fami­lie, Senio­ren, Frauen und Jugend. Aus­ge­zeich­net wer­den Bücher in den Kate­go­rien „Bil­der­buch“, „Kin­der­buch“, „Jugend­buch“ und „Sach­buch“. Die Preis­ver­lei­hung fand im Rah­men der Frank­fur­ter Buch­messe am 22. Okto­ber 2021 statt.

Die schönsten Kinder- und Jugendbücher 2021

(Alle Abbil­dun­gen mit freund­licher Geneh­mi­gung des AKJ; zum Ver­grö­ßern anklicken!)

Das beste Bilderbuch

Buchcover Smith
Syd­ney Smith: Unsicht­bar in der gro­ßen Stadt

Sie­ger in der Kate­go­rie Bil­der­buch wurde „Unsicht­bar in der gro­ßen Stadt“ des viel gerühm­ten kana­di­schen Autors und Illus­tra­tors Syd­ney Smith. Es han­delt von einem klei­nen Jun­gen, der an einem Win­ter­tag allein in einer Groß­stadt unter­wegs ist. Das Buch kommt mit nur sehr wenig Text aus (Über­setzung: Ber­na­dette Ott) und eig­net sich für Kin­der ab vier Jah­ren. Es sei „ein Meis­ter­werk der Bil­der­buch­kunst“ und rege „zum wieder­holten Anschauen“ an, heißt es von der Jury. Dass der Autor kein Unbe­kann­ter ist, zeigt auch ein Blick auf seine Web­site Syd­ney Smith.

Das beste Kinderbuch

„Irgendwo ist immer Süden“ der nor­we­gi­schen Autorin Mari­anne Kau­rin erlangte die Aus­zeich­nung als bes­tes Kin­der­buch, wobei hier der mit­rei­ßende Text (Über­set­zung: Fran­ziska Hüt­her) preis­wür­dig war. Es eig­net sich für Kin­der und Jugend­li­che ab zehn Jah­ren und han­delt von Ina, die mit ihrer arbeits­lo­sen Mut­ter in einer Sozial­siedlung lebt. Weil sich ihre Mut­ter kei­nen Urlaub leis­ten kann, will Ina eine Geschichte erfin­den, die sie nach den Som­mer­fe­rien in der Schule erzäh­len kann. Zusam­men mit einem Mit­schü­ler ent­wi­ckelt sie aber eine Idee, um sich ihren eige­nen „Süden“ vor die Haus­tür zu zaubern.

Das beste Jugendbuch

Buchcover Sibiro Haiku
Jurga Vilė (Text): Lina Itagaki (Ill.): Sibiro Haiku

Eine trau­rige, aber rea­lis­ti­sche Geschichte erzählt die Gra­phic Novel „Sibiro Haiku“ der litaui­schen Autorin Jurga Vilė. Es han­delt von den massen­haften sowje­ti­schen Depor­ta­tio­nen nach Sibi­rien in den 1940er-Jah­ren. Das aus der Per­spek­tive des jun­gen Algis erzählte Buch sei aber keines­wegs depri­mie­rend, heißt es beim AKJ! Vor allem die Hai­kus aus einem Buch, das seine Tante ins Lager mit­ge­nom­men hat, geben den Depor­tier­ten Kraft. Die eben­falls aus Litauen stam­mende Lina Itagaki illus­trierte die Geschichte (Über­setzung: Saskia Drude).

Das beste Sachbuch

Buchcover 100 Kinder
Chris­toph Drös­ser (Text), Nora Coe­nen­berg (Ill.): 100 Kinder

„100 Kin­der“ von Chris­toph Drös­ser mit den Illus­tra­tio­nen von Nora Coe­nen­berg erhielt die Aus­zeich­nung als bes­tes Sach­buch. Stell­ver­tre­tend für die rund zwei Mil­li­ar­den Kinder­leben welt­weit ste­hen hier die titel­gebenden 100 Kin­der: 52 Jun­gen und 48 Mäd­chen. Wie leben diese Kin­der anderswo? Wie sieht ihr All­tag aus? Das Buch mache „Sta­tis­tik sicht­bar“ und lade „zu einem Blick über den eige­nen Tel­ler­rand“ ein, so die Begrün­dung der Jury. Das Buch eig­net sich für Kin­der und Jugend­li­che ab neun Jahren.

Der „Preis der Jugendjury“

Wäh­rend die genann­ten Werke von der Kri­ti­ker­jury aus­ge­wählt wer­den, also von Erwach­se­nen, gibt es auch noch die Jugend­jury, bestehend aus Kin­dern und Jugend­li­chen. Sie zeich­ne­ten „After the Fire“ des Bri­ten Will Hill in der Über­set­zung von Wolf­ram Ströle aus. Es han­delt von einem Mäd­chen, das in einer reli­giö­sen Sekte auf­wächst. Nach­dem deren Basis durch Bun­des­be­hör­den gewalt­sam erstürmt und es dabei zu einem ver­hee­ren­den Brand gekom­men war, wer­den sie und die ande­ren über­le­ben­den Kin­der und Jugend­li­chen in der Psych­ia­trie unter­ge­bracht, von The­ra­peu­ten betreut und vom FBI befragt. Der Autor rückt ein wenig beach­te­tes, unkon­ven­tio­nel­les Thema in den Mit­tel­punkt. Das Buch eig­net sich für Jugend­li­che ab 16 Jahren.

Alle ausgezeichneten Bücher

Infor­ma­tion zu allen preis­ge­krön­ten Büchern, zu deren Autorin­nen und Autoren, die Begrün­dun­gen der Jury sowie kurze Inhalts­an­ga­ben fin­den Sie hier: Preis­trä­ger 2021. Siehe auch: PAGE online: „Preis­ge­krönt: Die bes­ten Kin­der­bü­cher“ vom 25. Okto­ber 2021 mit Illus­tra­tio­nen aus den Werken.

Bewer­bun­gen für den Jugend­li­te­ra­tur­preis 2022 kön­nen übri­gens lei­der nicht mehr ange­nom­men wer­den; die Bewer­bungs­frist lief bereits am 30. Sep­tem­ber 2021 ab.

Siehe hier auch

Ronald M. Filkas
Gelernter Schriftsetzer im Handsatz, Studium der Germanistik, zertifiziert abgeschlossene Fortbildungen „Web-Publishing Schwerpunkt DTP“ und Online-Redaktion, langjährige Erfahrungen als Schriftsetzer/ DTP-Fachkraft und als Korrektor und Lektor in Druckereien, Redaktionen und Verlagen. Mehr? Seite „Über mich“!

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