MÄNNER SCHLUSS VERKAUF

Deleaturzeichen

MÄNNER
SCHLUSS
VERKAUF

prangt es groß (und in genau dieser typografischen Anordnung!) auf der Titelseite und im Inneren eines Prospekts eines Männer­bekleidungs­hauses. Was haben die und die Werber sich nur dabei gedacht? Sollten hier tatsächlich …?

Auch wenn wir uns denken können, dass es sich beim „Männer Schluss Verkauf [sic!]“ nur um einen Schlussverkauf für Männer­bekleidung handelt, also um einen Männerbekleidungs­schlussverkauf und nicht um einen Männerschlussverkauf oder gar -ausverkauf, so ist dieser Aufmacher doch fast so schön gewählt wie bei „Würfel Zucker“. (Nebenbei bemerkt: welch schöne Eigenschaft der deutschen Sprache, Komposita, also Wortzusammensetzungen, bilden zu können!)

Trotzdem: Was haben sich die Werber, die vermutlich dahinter­stecken, nur bei „Männer Schluss Verkauf“ gedacht, oder ist diese Idee tatsächlich nur der Wortlänge und der Typografie geschuldet?

(Der Beitrag erschien zunächst am 18. Dezember 2014 in Ronalds Notizen. Weil wir ihn in den dortigen Archiven nicht in der digitalen Versenkung verschwinden lassen wollten, haben wir ihn hervor­geholt und hierfür leicht bearbeitet. Siehe hier beispielsweise auch „Deppenleerzeichen“!)

Ronald M. Filkas
Gelernter Schriftsetzer im Handsatz, Studium der Germanistik, zertifiziert abgeschlossene Fortbildungen „Web-Publishing Schwerpunkt DTP“ und Online-Redaktion, langjährige Erfahrungen als Schriftsetzer/ DTP-Fachkraft und als Korrektor und Lektor in Druckereien, Redaktionen und Verlagen. Mehr? Seite „Über mich“!

2 Kommentare

    1. Hier wären zwar eher neue Werber gefragt, aber vermutlich wären die „neuen Männer“ wenigstens gut gekleidet …

      (Könnte Ihnen übrigens auch gefallen: „Nette Aushilfe gesucht“ [„4 Männer oder 1 Frau“] in meinen Notizen!)

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