Keine Ahnung!

Deleaturzeichen

Ist es Ihnen auch schon auf­ge­fal­len, wie häu­fig Men­schen ein „Keine Ahnung“ ver­wen­den, wenn sie etwas (gerade) nicht wis­sen? Oder es über­haupt nicht wis­sen? Es gibt Gründe, wes­halb sie diese Phrase unbe­dingt aus ihrem Wort­schatz strei­chen sollten!

Kürz­lich hörte ich ein kur­zes Gespräch zu einem poli­ti­schen Thema in Deutsch­land­funk Kul­tur. Inner­halb nur weni­ger Minu­ten bot die Inter­viewte gleich sie­ben­mal diese Phrase auf. Zu viel für mei­nen Geschmack, vor so viel Ahnungs­lo­sig­keit konnte ich nur flüch­ten. Und das aus­ge­rech­net in die­sem Sender!

Aber auch in ande­ren Zusam­men­hän­gern fiel mit diese Phrase immer wie­der auf. Wobei auf­fal­lend war, dass es sich zumeist um eher jün­gere Men­schen han­delte, die auf ein „Keine Ahnung!“ zurück­grei­fen mussten.

Doch steckt hier wirk­lich nur und immer Ahnungs­lo­sig­keit dahinter?

Keine Ahnung?

Es mag viele Gründe geben, wes­halb Men­schen diese Phrase ver­wen­den. Sie kann ste­hen für:

  • Das wei0 ich (gerade) nicht.
  • Mir fällt (gerade) der Ausdruck/​das Wort nicht ein.
  • Dar­über müsste ich nachdenken.
  • Da bin ich (jetzt) überfragt.
  • Das wei0 ich nicht.

Wie ich gerade erfah­ren habe, mögen Teen­ager ihre eige­nen Gründe haben, wes­halb sie diese Phrase häu­fig ver­wen­den; siehe gofe­mi­nin: „Warum Teen­ager stän­dig ‚Keine Ahnung‘ sagen und was sie damit mei­nen“. Aber da Sie ver­mut­lich kein Teen­ager mehr sind (keine Ahnung!), wol­len wir diese Gruppe hier ein­mal ausblenden.

Diese Phrase mag in bestimm­ten Kon­tex­ten sym­pa­thisch und ehr­lich klin­gen. Doch zu häu­fig ver­wen­det, liegt der Zusam­men­haag zu Ahnungs­lo­sig­keit doch sehr nahe. Des­halb: Vor­sicht! Blei­ben Sie lie­ber beim wirk­li­chen Grund und reden Sie nicht drumherum!

Dass „keine Ahnung!“ inter­es­san­ter­weise häu­fig von einer eher jün­ge­ren Gene­ra­tion ver­wen­det wird, die ebenso häu­fig ein „Genau!!“ auf­bringt, wäre eine andere Mel­dung wert. Genau!

Weitere Verweise

Ronald M. Filkas
Gelernter Schriftsetzer im Handsatz, Studium der Germanistik, zertifiziert abgeschlossene Fortbildungen „Web-Publishing Schwerpunkt DTP“ und Online-Redaktion, langjährige Erfahrungen als Schriftsetzer/ DTP-Fachkraft und als Korrektor und Lektor in Druckereien, Redaktionen und Verlagen. Mehr? Seite „Über mich“!

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