„Lebende Bücher“? Nie gehört, sagen Sie vermutlich. Ich auch. Bis vorhin. Es handelt sich um ein Projekt, bei dem Menschen ihre Geschichte erzählen. Als „lebende Bücher“, sozusagen.
„Lebende Bücher“ im Dialog
Manche Menschenleben sind spannend wie ein Buch. Doch sie sind nie aufgeschrieben worden. Stattdessen können Sie mit solchen Menschen ins Gespräch kommen. Das Format „Mit lebenden Büchern im Dialog“ bringt „Autorinnen“ und „Autoren“ solch ungeschriebener Bücher mit „Leserinnen“ und „Lesern“ zusammen.
Während einer halben Stunde ist Zeit für ein Vier-Augen-Gespräch in einem gemütlichen Sessel. Sie leihen sich in diesem besonderen Format also kein Buch, sondern ein Gespräch. Ein Mensch erzählt aus seinem Leben, seiner Geschichte und seiner Sicht auf die Welt.
Diese Dialoge bewegen Menschen: Sie fördern Empathie, regen zum Nachdenken an und können Impulse für eigenes Handeln geben. Wir sind überzeugt, dass echte Gespräche berühren, verbinden und stärken. Sie schaffen Verständnis und lassen neue, oft unerwartete Verbindungen entstehen – von Mensch zu Mensch.
Die „Living Library“ (Lebende Bibliothek) wurde im Jahr 2000 von der dänischen Nichtregierungsorganisation „Stop the Violence“ auf dem renommierten Musikfestival in Roskilde ins Leben gerufen. Dieses Konzept diente als Inspiration für dieses Projekt.
Die nächste Veranstaltung findet bereits morgen in Wiesbaden statt. Falls Sie nicht gerade dort oder in der Umgebung wohnen: Über die Website der Veranstalter/-innen können Sie sich über den Menüpunkt „Mitmachen“ auch selbst als „Leser/-in“, „lebendes Buch“, für die Organisation oder auch als Sponsor/-in anmelden. Siehe „Mit lebenden Büchern im Dialog“.
Eine wunderbare Idee, wie ich finde!
(Siehe hier etwa auch „Öffentliche Bibliotheken: Luxus oder nicht?“!)

