Öffentliche Bibliotheken: Brauchen wir sie heute überhaupt noch? Oder sind sie in unserer digitalen/digitalisierten Welt nicht eher ein Luxusgut? Ein Radio-Essay bietet interessantes Wissen um diese schon uralten Kultureinrichtungen.
Öffentliche Bibliotheken: Luxus oder nicht?

In seinem Radio-Essay nimmt uns Dr. Jonas Fansa, Direktor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin, mit in diese Welt.
Wussten Sie etwa, dass in vielen Kommunen öffentliche Bibliotheken die am meisten besuchten Kultureinrichtungen sind? Dass laut Umfragen in Berlin und Hamburg 90 Prozent der Befragten Bibliotheken für vertrauenswürdige Orte halten, egal ob sie sie nutzen oder nicht? Dass Ende der 1990er-Jahre, als es wegen der zunehmenden Digitalisierung so schien, dass Bibliotheken überflüssig werden würden, dennoch die Besucherzahlen stiegen?
Und dass es dort längst nicht nur Bücher zum Ausleihen gibt, sondern auch E-Books, Tonträger, mitunter selbst Filme? Dass dort neben Lesungen oft auch andere Veranstaltungen wie etwa Konzerte stattfinden? Oder verschiedenste Kurse?
Fansa beleuchtet in seinem Radio-Essay aus dem Jahr 2024 den sozialen Beitrag von öffentlichen Bibliotheken und wirft Schlaglichter auf die aktuellen Herausforderungen dieser Kulturinstitutionen. So etwa auch auf solche, vor die sich Kultureinrichtungen in den USA oder in totalitären Staaten gestellt sehen, wenn Verbote inzwischen regeln, was dort angeboten werden darf.
Übrigens liegen die skandinavischen Länder und die Niederlande, was die Besucherzahlen angeht, weit vor Deutschland. Zeit, (wieder) einmal eine öffentliche Stadt- oder Stadtteil-Bücherei zu besuchen und sich über das dortige Angebot zu informieren!
Zum Beitrag:
- SWR Kultur: „Zum selbstverständlichen Luxus der Öffentlichen Bibliothek“ (57 Minuten, 26 Sekunden)
(Siehe hier etwa auch „Vom Wert guter Bücher“ und „Über Bücher- und Leserituale“!)

