Wir lesen immer weniger. Und wir können immer schlechter lesen. Das hat auch gravierende Folgen für unsere Gesellschaft. Darauf weist ein Textbeitrag von Deutschlandfunk Kultur hin.
Wir lesen immer weniger

Schülerinnen und Schüler verstehen einfache Texte nicht mehr, etwa jeder fünfte Erwachsene in Deutschland kann nur schlecht lesen und schreiben.
Noch alarmierender ist der Befund bei Kindern: Etwa ein Viertel der Viertklässler in Deutschland versteht grundlegende Texte nicht und kann wesentliche Inhalte nicht herausfiltern. Das ergab die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) von 2021.
Wer aber in der Grundschule nicht lesen lerne, habe später in allen Fächern Schwierigkeiten. Bis in die Universitäten hinein. Dies habe auch gravierende Folgen für die Gesellschaft. Denn wenn größere Teile der Bevölkerung nicht lesen könnten, wirke sich das auf die politische Willensbildung aus!
Lese- und Medienkompetenz hängen nämlich eng miteinander zusammen. Etwa „ganz konkret auf die Fähigkeit, zwischen Fake und Wahrheit zu unterscheiden“, so Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Und: Lesen mache auch schlau(er)! Die Hirnforschung zeige nämlich, dass Lesen zahlreiche positive Effekte auf die mentalen Fähigkeiten habe. Wer zum Buch oder zur Zeitung greife, vergrößere seinen Wortschatz, verbessere sein Abstraktionsvermögen und sein Gedächtnis.

